The “Argemela” Lithium Mine Project
Das in den Gemeinden Covilhã und Fundão gelegene Projekt wurde aufgrund eines 2021 unterzeichneten Konzessionsvertrags mit Neomia – Minérios Argemela (Almina-Gruppe) geprüft. Die Bergbauaktivitäten waren jedoch von einer positiven oder bedingt positiven Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) abhängig.
Details zur Ablehnung
Am 21. April 2025 lehnte die portugiesische Umweltbehörde (APA) die für die Argemela-Mine eingereichte Umweltverträglichkeitsstudie (UVP) offiziell ab. Die Behörde bemängelte mangelnde Konformität der Studie und erklärte, das Projekt enthalte nicht den für die Ausführungsphase erforderlichen Detaillierungsgrad. Der Bericht der APA vom 30. Dezember 2024 wies auf mehrere wesentliche Mängel hin:
- Die Umweltverträglichkeitsstudie erreichte nicht den Detaillierungsgrad, der für ein Projekt in diesem Stadium erwartet wird.
- Es gab erhebliche Lücken bei der Ermittlung und Bewertung der Umweltauswirkungen.
- Grundlegende Umweltfaktoren und Projektkomponenten wurden nicht ausreichend berücksichtigt, was die Möglichkeit einer angemessenen Bewertung der potenziellen Auswirkungen des Projekts einschränkte.
- Aufgrund dieser Mängel lehnte die APA den Bewertungsantrag vollständig ab und stellte das laufende Verfahren ein. Die Behörde erklärte, dass alle festgestellten Mängel in einer neuen Umweltverträglichkeitsstudie behoben werden müssten, bevor eine weitere Prüfung erfolgen könne.
Auswirkungen und lokale Reaktion
Die Entscheidung wurde von lokalen Interessengruppen wie der Gruppe zum Schutz der Serra da Argemela (GPSA) begrüßt. Sie erwartet nun, dass das Umweltministerium den Konzessionsvertrag für nichtig erklärt. Die Ablehnung spiegelt die weit verbreiteten Bedenken Portugals hinsichtlich der ökologischen und sozialen Auswirkungen des Lithiumabbaus wider, insbesondere in Regionen in der Nähe geschützter oder ökologisch sensibler Gebiete.
Kontext: Lithiumabbau in Portugal
Portugal verfügt über erhebliche Lithiumreserven und verzeichnet aufgrund der weltweiten Nachfrage nach Lithium-Ionen-Batterien einen Anstieg der Bergbauvorhaben. Groß angelegte Tagebauprojekte stoßen jedoch auf Widerstand, da sie Ökosysteme zerstören, Wasserressourcen verbrauchen und verunreinigen sowie lokale Gemeinschaften stören könnten. Der Fall Argemela verdeutlicht das Spannungsfeld zwischen dem Streben nach Mineralienabbau und der Notwendigkeit einer strengen Umweltaufsicht.
Nächste Schritte
Damit das Argemela-Minenprojekt fortgesetzt werden kann, muss eine grundlegend überarbeitete und umfassendere Umweltverträglichkeitsstudie vorgelegt werden, die alle von der APA genannten Mängel behebt. Bis dahin liegt das Projekt auf Eis, und seine Zukunft ist ungewiss.
